Eigentlich drücke ich mich heute schon den ganzen Tag davor, den Berg Bügelwäsche abzuarbeiten, ist es doch in unserem Bügel-Geschoss unterm Dach schnuckelig warm…aber nutzt ja nichts, wer weiß, wie es mir nach der OP geht, und von alleine macht es sich ja nicht *seufz*.
Meine Freundin T. und ich kennen uns im August nun schon 25 Jahre.
Die Freundschaft hat durch meine Jahre im Saarland gelitten, aber dennoch telefonieren wir alle 2 Wochen und treffen uns auch alle 2-3 Monate.
Das wars.
Mams hatte Freunde, eine Familie, die er schon lange kannte. Ich lernte die Familie kennen, 2 Kinder, Jungs, wild wie so Jungs sein müssen, Mutter und Vater nett. Letztes Jahr dann der letzte Besuch, an dem ich dann ziemlich deutlich zu verstehen gab, dass ich es nicht toll finde, dass die beiden auf unserer (damals noch der alten) Couch Trampolin springen und rumtoben.
Danach brach der Kontakt ab. Telefonate wurden nicht erwidert und die Antwortkarte zur Hochzeit kam ohne Begründung zurück, mit dem Hinweis, das sie nicht kommen würden. Hmm. Mehrmaliges Nachfragen scheiterte. Schade. Den wirklichen Grund haben wir bis heute nicht erfahren, aber auch die Tatsache, dass weder ne Mail noch ne Glückwunschkarte zur Hochzeit kam, lässt erahnen, dass sie den Kontakt nicht mehr wünschen. Nun ja, schade.
Andere Freunde, ebenfalls mit Kindern, machen sich auch rar. Liegt es wirklich daran, dass wir noch kinderlos durch die Welt ziehen? Dass wir bei Feiern, wenn alle über ihre Kinder reden, nicht mit ins Thema einsteigen können und fast teilnahmslos daneben sitzen? Dass unsere Lieblingsthemen halt (noch) nicht Durchschlafdauer, erste Schritte oder Kindergartenerlebnnisse sind, sondern Fotomotive, Katzen und Computer
?
Wir wissen es nicht. Aber wir haben uns. Und das ist sooooooviel wert.
Heute morgen habe ich vom Krankenhaus geträumt. Freitag ist es ja noch einmal soweit, ich komme für hoffentlich vorerst das letzte Mal auf den OP-Tisch und darf danach einen mit 31 grad Celsius prognostizierten Sommertag mit Thrombosestrümpfen unter der Bettdecke im Krankenhaus verbringen.
Und deswegen habe ich wohl schon davon geträumt. Ich war richtig scharf auf die Teile. Und hab das Pflegepersonal vor Freude, sie wiederzusehen, umarmt. Okay, bei einigen kann das durchaus auch passieren, beim Abschied wurde sich auch umarmt, aber die Pfleger und Schwestern wie Freunde zu betrachten und sich richtig dolle freuen, sie wieder zusehen, find ich dann doch ein bisschen suspekt
Und so wars im Traum
Vielleicht liegts an meinem Wunsch nach Freundschaften? Ich weiß es nicht.
Nachdem wir uns letzte Woche spontan über Twitter verabredet haben, habe ich den heutigen Nachmittag bei Tanja und ihren zauberhaften Töchtern verbracht.
Viel gequatscht und gelacht und sehr, sehr viele Parallelen festgestellt.
Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal, das wir uns getroffen haben, hat viel Spaß gemacht
Danke euch noch mal für den schönen Nachmittag (und das Täschchen *g*) .

Bis vor ein paar Tagen habe ich noch gedacht, alle Schuhe mit Zehensteg seien “nicht tragbar”. Kannte ich doch bis dato nur billige Plaste Flip Flops, die es an irgendwelchen Stränden zu kaufen gab.
Aber diese hier sind suuuper bequem, drücken nirgendwo und sind bei diesem Wetter einfach optimal
Und schick finde ich sie dazu auch noch.
Langsam hab ich mich an sie gewöhnt

In den letzten Wochen hatte Torsten öfter mal eine große Schale Erdbeeren von einem Erdbeerfeld in Wittlaer (nördlichster, sehr ländlicher Stadtteil von Düsseldorf und nur ein Katzensprung von uns entfernt) mitgebracht.
Man kann dort auf einem großen Feld auch die Erdbeeren selber pflücken.
Seit 8 Jahren fährt MamS dort schon vorbei. Und jedes Jahr zu Erdbeerzeit hat er sich gesagt “Ich muss da mal selbst pflücken gehen..” und kurze Zeit später “Oh, schon zu”.
Gestern waren wir aber endlich mal zusammen (und MamS das erste Mal in seinem Leben) Erdbeeren pflücken.
Es war klasse, ein Wärmegewitter über uns, schwülwarm war es und ich fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt, wo Oma, Opa, Mama und ich jedes Jahr auf einem großen Feld in Bochum-Dahlhausen an der Ruhr Erdbeeren gesammelt haben. Das heiß: ich habe mehr genascht als gesammelt
Gestern wurde beim Pflücken zwar auch genascht (zuckersüße Erdbeeren), aber 2 1/2 Kilo blieben dann doch am Ende in der Schüssel
Und daraus haben wir soeben einen Erdbeerkuchen gezaubert und haben für heute abend wieder eine gesunde Nascherei beim Tatort (kommt überhaupt heute ein Tatort?).
Allen Lesern einen schönen Sonntag
Jeder hat ihn die letzten Jahre belächelt. Michael Jackson.
Seine Musik habe ich geliebt…jetzt ist er tot.
Gestorben gestern an Herzversagen mit 50 Jahren.
Nachdem Marco angemäkelt hat, dass Berlin auf der Freu-Termin Liste fehlen würde, haben seine bessere Hälfte und ich soeben mal Ende Juli drei Tage ausgemacht, an denen wir sie besuchen
3 Tage Berlin, jippieeeeh
Heute beim Arzt im Wartezimmer. Neben mir sitzt eine junge Frau, schätzungsweise Mitte 20. Sie spielt mit ihrem iPod. Und alle paar Sekunden auch mit dem Inhalt ihrer Nase. Sehr lecker. Ich merke das es mehr wird und bin schon leicht genervt nach 5 Minuten (mich macht sowas immer rasend, auch wenn ich weiß, dass es durchaus Situationen gibt, wo man die Nase nicht putzen darf oder es innerhalb des Kulturkreises nicht üblich ist, zu schneutzen).
Aber anscheinend stört es sonst keinen. Egal. Nach ein paar Sekunden Überlegung (innerliches Abwägen von “Macht man sowas? Bin ich mal wieder zu kleinkariert?”) frage ich die Frau “Wollen sie ein Temp* Taschentuch haben?”
Sie strahlt mich an und sagt “Ohh, das wär toll, ja”, sichtlich erleichtert