Der Hirbel
nach langer Zeit habe ich mal wieder getraeumt.
Ich sah einen kleinen Jungen, naja, dem Kopf nach zu urteilen war er schon ein Teenager, fast schon en junger Mann, dem Koerper nach ein kleiner Junge.
Ein kleinwuechsiger also.
Er wurde gejagt von anderen Kindern, weil er nicht der “Norm” entsprach.
Alle nannten ihn Hirbel. Hirbel der Doofe, macht sich in die Hose…
Ich stand als unbeteiligte an der Seite, wo Kinder ihn gerade wieder fangen wollten. Er fluechtete in eine Tonne, sone grosse, wie Diogenes sie hatte.
Die anderen Kinder hauten ab, und ich wagte mich naeher ran, redete schon beim laufen mit ihm, machte ihm Mut, dass er vor mir nicht wegrennen muesse.
Ich muesse ihm was wichtiges sagen. Er stand auf und lief aus der liegenden Tonne raus, das Gesicht traenenverschmiert. Ich sprach “Halt, Hirbel, warte, renn nicht wieder weg, ich tu dir nichts, ich muss dir was wichtiges, was ganz ganz wichtiges sagen!”
Er schaute mich fragend an.
“ja, du hast keinen Grund dich zu verstecken, du bist ein so toller junger Mann. Ich schaue zu Dir hinauf, weil du so ein guter Mensch bist”
Hirbel laechelte, legte den Kopf schief und ging dann doch fort.
Ich war hilflos und wurde wach.
(Der Hirbel ist eigentlich ein Kinderbuch von Peter Haertling, ich selbst hab es jedoch nie gelesen, aber als ich gerade auf Amazon nachschaute, bemerkte ich sehr viele Parallelen zwischen der realen Romanfigur und meinem Hirbel)
Alles Gute wünscht dir von Herzen...
